Elias wurde zusammen mit seinem Bruder Sebastian am 13.10.2007 in Kempten (Deutschland) geboren. Trotz seiner Frühgeburt in der 28. SWW war er vollkommen gesund und hatte außer anfänglichen Problemen mit der Atmung keine Schwierigkeiten. Nach einer notwendigen Leistenoperation bei Elias von der er sich rasch erholte durften wir das Krankenhaus nach ca. 9 Wochen verlassen. Trotz der Frühgeburt waren beide fit und kräftig und galten als unauffällig.
Bis zu seinem 5. Lebensmonat verlief die Entwicklung von Elias völlig normal und ohne großen Problemen oder Auffälligkeiten. Leider änderte sich das schlagartig. Kurz nach Erhalt der 6fach Impfungen war Elias wie ausgewechselt. Alles bis dahin erlernte schien Elias auf einmal vergessen zu haben. Er konnte nicht mehr schlucken, essen, trinken, sich nicht mehr vom Bauch auf den Rücken drehen und umgekehrt, schien nichts mehr war zunehmen oder zu empfinden. Das schlimmste war aber das sein Blick leer war. Er schien wie in einer anderen Welt und in seinem Körper gefangen. Wir bemerkten das natürlich schnell und waren wirklich in Sorge aber uns wurde nur vermittelt das Elias halt ein Frühchen ist und es normal sei das er der normalen Entwicklung hinter her sei. Würden wir nicht auch Sebastian haben würde uns das gar nicht auffallen.
Leider vergingen dadurch wertvolle Monate in der sich bei Elias seiner Entwicklung gar nichts tat. Er war neurologisch gesehen immer noch auf dem Stand eines Neugeborenen Kindes. Es gab auch keine Anzeichen von Besserung. Wir waren total verzweifelt und hatten Angst vor der Zukunft. Auf unsere Fragen hin was man den machen könnte um Elias zu helfen wurden wir nur zur Physiotherapie einmal die Woche geschickt. Da passierte leider nicht viel außer das man Elias mit merkwürdigen Methoden versuchte irgendwie sich wieder bewegen zu lernen bzw. ihn zwang das stehen zu lernen. Da der Therapeut nicht für ein Kind wie Elias ausgebildet ist waren auch keine Fortschritte zu erzielen. Auf unser Drängen hin was es denn noch gäbe um ihm zu helfen sagte man uns nur was wir machen können um erhöhte Familienbeihilfe und Pflegegeld zu bekommen. Nicht gerade das was wir uns erhofft haben zu hören. Nie die Rede von anderen Therapien oder alternativen Möglichkeiten um Elias vielleicht helfen zu können. Auch das sich Elias bis zum 5. Monat völlig normal und unauffällig entwickelte und kurz nach den Impfungen sein Leben aus der Bahn geworfen wurde, kümmerte keinen und wurde auch nie hinterfragt. Nach einem MRT und einem EEG war es Gewissheit dass Elias Gehirn plötzlich an Volumen verloren hatte und vor allem sein Kleinhirn betroffen war. Die Ärzte wussten sich keinen Rat und sagten uns Eltern nur gesagt: "man wird sehen wie Elias damit umgehen kann und man könne erst im Alter von 6-7 Jahren eine endgültige Diagnose stellen bzw. dann erst sehen wie sich Elias entwickelt habe". Elias soll so viel aufnehmen wie im möglich ist und wir das Beste daraus machen.
Mit der Diagnose wollten wir uns nicht zufrieden geben und auch wollten wir nicht warten bis Elias 7 ist suchten selber nach Alternativen. Wir waren bei einem Heilpraktiker und sind mit Elias auch wöchentlich zu einem Cranio Sacrale Therapie gegangen. Elias ging es nach diesen Sitzungen immer sehr gut aber wirkliche Verbesserungen bzw. deutliche Verbesserungen waren auch dort nicht zu sehen. Durch einen glücklichen Zufall sahen wir im RTL Mittagsmagazin einen Bericht der kleinen Marietta Cloppenburg. Marietta hatte 2 Hirnhautentzündungen kurz nach der Geburt und dadurch eine schwere Hirnschädigung erlitten. Die Ärzte schrieben sie als schwer geistig behindert und hirnblind ab und meinten sie brauche noch nicht einmal Krankengymnastik, da sie nie krabbeln oder laufen lernen werde. Marietta ist heute 7, vollkommen gesund und sehr intelligent. Marietta wurde nach den Methoden von Glenn Doman behandelt und das mit unglaublichem Erfolg.
Wir schienen nun endlich was gefunden haben was Elias helfen könnte und ließen nun keine Zeit mehr verrinnen um mehr über diese Therapie erfahren zu können. Nach lesen des Buches "What to do with your brain injured child" von Glenn Doman, war uns klar dass wir nun was gefunden haben was wir machen können für unseren Elias. Wir umgehend unseren Physiotherapeuten um zu fragen was er davon hält. Darauf angesprochen zückte dieser einen dicken Ordner mit vielen alternativen Therapien unter anderem auch die Doman Therapie und gab sie meinen Eltern mit zum Studieren. Er gab uns auch eine Adresse einer Familie aus unser näheren Umgebung die ebenfalls bei ihm mit ihrem Kind in Behandlung waren und nun auch die Therapie nach Doman machen. Ist das nicht Wahnsinn? Da wird man über ein Jahr lang behandelt, macht keine Fortschritte die jedem offensichtlich waren, um dann von der gleichen Person zu erfahren dass es auch noch andere Methoden gibt.
Naja, lange ärgerten wir uns darüber nicht sondern schauen jetzt nur nach vorne und sparen unsere Kräfte und Energie um mit der Doman Therapie zu beginnen und sie durchzuführen. Wie es uns und Elias dabei geht und wie er sich dadurch hoffentlich entwickelt könnt Ihr in Elias Blog gerne mitverfolgen….